Genehmigungen/Rufzeichen

Genehmigungen

Um eine Funkamateurgenehmigung zu erhalten, müssen Sie eine Prüfung bestanden haben. Diese Prüfung kann in Belgien, aber auch in einem anderen Land abgelegt worden sein.

  1. In Belgien abgelegte Prüfung
    Der Antrag erfolgt durch formloses Anschreiben, dem die Kopie des Zertifikats über die bestandene Prüfung beigefügt wird.
  2. Die Prüfung wurde in einem CEPT-Mitgliedsland oder einem Land abgelegt, das ein HAREC-Zertifikat bewilligt
    Die Vorgehensweise ist dieselbe wie für einen Funkamateur, der seine Prüfung in Belgien abgelegt hat.
    Inhaber eines HAREC-Zertifikats erhalten eine A-Genehmigung. Inhaber eines Zertifikats „Bericht 32“ oder Empfehlung (05)06 der CEPT erhalten eine CEPT-Basisgenehmigung und Inhaber einer britischen „foundation licence“ oder eines gleichwertigen Zertifikats erhalten eine einfache Basisgenehmigung.
  3. Antragsteller, die die genannten Bedingungen nicht erfüllen, können eine Genehmigung auf der Grundlage einer im Ausland bestandenen Prüfung beantragen. Sie müssen dem BIPT eine Kopie eines Zertifikats einer ausländischen Behörde und eine Kopie der genauen Prüfungsinhalte vorlegen (ein Internet-Link zu diesem Stoff ist ebenfalls möglich).
    Falls der Prüfungsstoff nicht in einer der Nationalsprachen oder in Englisch zur Verfügung steht, ist eine Übersetzung durch eine(n) beeidigten Übersetzer/-in erforderlich.
    Auf der Grundlage der eingereichten Dokumente entscheidet das BIPT über das Niveau der bewilligten Genehmigung.

Rufzeichen

Funkamateure können ihr Rufzeichen nach folgenden Regeln wählen:

Allgemeine Bedingungen:

  • Er ist für alle Funkamateure zulässig, die Inhaber eines Zertifikats sind, d. h. ein Funkamateur mit Genehmigung kann also eine Änderung des Rufzeichens beantragen.
  • Da ein Rufzeichen zu einem beliebigen Zeitpunkt zugewiesen worden sein kann, empfiehlt es sich, in seinem Antrag mehrere Rufzeichen vorzuschlagen, die in der beantragten Reihenfolge bearbeitet werden.
  • Sollte keines der vorgeschlagenen Rufzeichen verfügbar sein, wird vom Institut ein Rufzeichen zugeteilt.

Bedingungen für die Rufzeichenzuteilung:

  • Das Rufzeichen muss frei sein.
  • Gewählt werden können nur die letzten beiden oder drei Buchstaben.
  • Ein Funkamateur darf eine beliebige Anzahl Rufzeichen beantragen; für jedes Rufzeichen ist eine Genehmigung erforderlich.
  • Es ist nicht möglich, ein Rufzeichen zu reservieren, d. h., um einen Antrag zu stellen, muss man in Besitz des Zertifikats sein, das bescheinigt, dass man die vorgesehene Prüfung erfolgreich absolviert hat.
  • Ein Funkamateur kann das Rufzeichen nur einmal alle fünf Jahre wechseln, es sei denn, die Genehmigungskategorie hat sich geändert.
  • Die Rufzeichen werden chronologisch in der Reihenfolge des Antragseingangs zugewiesen.
  • Stellt ein Funkamateur seine Aktivitäten ein oder hat sich ein Rufzeichen geändert, wird letzteres erst nach fünf Jahren erneut zugeteilt.
  • Einzige Ausnahme von dieser Regel: Im Todesfall eines Funkamateurs können Angehörige ersten Grades die persönliche Verwendung des Rufzeichens des Verstorbenen beantragen, sofern der Antragsteller in Besitz des entsprechenden Zertifikats ist.
  • Ein Rufzeichen muss frei sein, um beantragt werden zu können. Die Reservierung eines Rufzeichens ist nicht zulässig.

Kurzrufzeichen:

  • Es können die zusätzlichen Rufzeichenserien OO bis OT im Format OOxA, mit x=0 bis 9 und A=A bis Z, beantragt werden.
  • Diese Rufzeichen können nur als zweites gebührenpflichtiges Rufzeichen an Funkamateure mit einer A-Genehmigung (HAREC) vergeben werden, die bereits ein erstes Rufzeichen haben.
  • Pro Funkamateur ist nur ein Kurzrufzeichen erlaubt.
  • Kurzrufzeichen werden nicht für fünf Jahre blockiert.
  • Die Serien OT5 und OR5 werden Clubstationen für Wettkämpfe zugeteilt.

Veranstaltungsspezifische Rufzeichen :

Die beim BIPT (in der Reihenfolge der Genehmigung) registrierten Funkamateurclubs können zu folgenden Bedingungen und mit folgenden Beschränkungen ein Sonderrufzeichen für eine Veranstaltung beantragen:

  • Die Veranstaltung steht in Verbindung mit dem Clubleben (wichtige Jubiläen etc.)
  • Der Club beteiligt sich an einer Veranstaltung (z. B. an einem Tag der offenen Tür in einer Schule oder der Funkamateurclub hat einen Stand)
  • Die Veranstaltung hat etwas mit Funk zu tun (z. B. Geburtstag von Marconi)
  • Ein Club kann pro Kalenderjahr maximal zwei Sonderrufzeichen beantragen.
  • Das Sonderrufzeichen darf nicht für verschiedene Wettbewerbe verwendet werden.
  • Das Rufzeichen wird für eine Dauer von höchstens einem Monat vergeben.
  • Zum Jubiläum des Vereins oder der Vereinigung kann das Rufzeichen für eine Dauer von höchstens einem Jahr gewährt werden.
  • Die Rufzeichen können alle Präfixe haben (ON, OP, OQ, OR, OS, OT).
  • Sie bestehen aus einem Präfix, einer Ziffer sowie einer Reihe von Zeichen, die mit einem Buchstaben endet.
  • Rufzeichen mit dem Präfix ON (oder das allen Funkamateuren zugewiesene Sonderpräfix, s. unten) dürfen nur eine einzige Ziffer enthalten, wenn sie ein Suffix mit 1, 2 oder 3 Buchstaben haben.
  • Die Sonderrufzeichen können nur am Wohnsitz der Club-Mitglieder verwendet werden.

Anerkannte Vereine (UBA, VRA, UFRC) können anlässlich einer Sonderveranstaltung und für alle Funkamateure ein Sonderpräfix beantragen. In diesem Fall können Funkamateure auf Wunsch das ON-Präfix ihres Rufzeichens durch das Sonderpräfix ersetzen. Diese Genehmigung gilt nicht für Kurzrufzeichen.