Was ist der Roamingtarif in Europa?

Die Telekombetreiber dürfen im Prinzip keine Roamingaufschläge zusätzlich zum Inlandspreis mehr anrechnen.

Dies bedeutet, dass, wenn Sie sich in einem Land der Europäischen Union oder in einem Land, das mit der Europäischen Union ein Abkommen geschlossen hat (Norwegen, Island), befinden und dort einen Mobilfunkdienst benutzen, der Inlandspreis gelten wird.

Die genaue Liste der Länder, wo der Inlandspreis für die Roamingdienste gilt, finden Sie unter folgender Adresse:  http://www.bipt.be/de/verbraucher/faq/148-in-welchen-landern-gilt-die-europaische-roaming-verordnung 

Die Nutzung von Roamingdiensten zum Inlandspreis wird jedoch von einer Regelung zur angemessenen Nutzung  begleitet werden können. Die Roaming-Verordnung bezweckt NICHT, dass Sie ein Abonnement bei einem ausländischen Betreiber abschließen und dieses Abonnement ständig in Belgien verwenden.

Wenn Sie ein Abonnement bei einem Betreiber eines anderen europäischen Mitgliedstaats abschließen und Sie dieses Abonnement ständig in Belgien verwenden, dann kann der ausländische Betreiber, bei dem Sie dieses Abonnement abgeschlossen haben, Ihnen einen Zuschlag anrechnen. Dieser Zuschlag darf dann die folgenden Beträge nicht überschreiten:

Was machen Sie?

Was zahlen Sie?
(inkl. MwSt.)

 Sie rufen selbst mit Ihrem Handy an

höchstens 3,8 Eurocent pro Anrufminute
zusätzlich zum Inlandspreis

 Sie empfangen einen Anruf auf Ihrem Mobilfunkgerät

höchstens 0,94 Eurocent
für einen Anruf innerhalb der EU

 Sie schicken eine SMS

höchstens 1,2 Eurocent pro SMS
zusätzlich zum Inlandspreis

 Sie empfangen eine SMS

Kein Zuschlag möglich

 Sie surfen im Internet

höchstens 0,54 Eurocent pro Megabyte Daten
zusätzlich zum Inlandspreis

Die Kriterien, die eine angemessene Nutzung genau definieren, sind äußerst komplex. Wir empfehlen Ihnen, sich bei Ihrem Betreiber über seine Interpretation einer angemessenen Nutzung zu informieren.

Wenn Sie nach einem anderen europäischen Mitgliedstaat (und nach Norwegen, Island oder Liechtenstein) einreisen, muss Ihr Betreiber Ihnen über SMS bestimmte Information mitteilen, z.B. die Tatsache, dass er eine Regelung zur angemessenen Nutzung anwendet, und was die Bedingungen davon sind.

Es ist ebenfalls möglich, dass Ihr Betreiber eine Ausnahme vom BIPT bekommen hat, wodurch er nach wie vor zusätzliche Roamingaufschläge anrechnen darf. In einem solchem Fall wird der Betreiber Sie vorher von den zutreffenden Bedingungen und Tarifen benachrichtigen. Voo Mobile ist derzeit der einzige Betreiber, der schon eine solche Ausnahmeregelung bekommen hat.

 Der Inlandspreis für internationales Roaming gilt nur wenn:

  • Sie Kunde eines belgischen Mobilfunkanbieters sind (mit Abonnement oder Prepaidkarte) und
  • Sie mit Ihrem Mobilfunkgerät anrufen, simsen oder im Internet surfen aus einem anderen europäischen Land (siehe weiter) als Belgien und
  • Sie mit Ihrem Mobilfunkgerät in jenem Land oder zu einem anderen europäischen Land anrufen oder simsen.

Achtung: es spielt keine Rolle, ob sie ein Festnetztelefon oder ein Mobilfunkgerät mobil anwählen.

Die gesetzliche Roaming-Verordnung gilt NICHT, wenn Sie: 

  • aus Belgien telefonieren oder simsen und Sie bei einem belgischen mobilen Betreiber Kunde sind;
  • aus einem Land, das nicht der Europäischen Union zugehört (siehe weiter) telefonieren oder simsen;
  • von einem Festnetztelefon telefonieren;
  • Ihr Betreiber eine Ausnahme vom BIPT bekommen hat, wodurch er nach wie vor zusätzliche Roamingkosten anrechnen darf. (Derzeit ist es der Fall für Voo).

Bei der Anwendung des Inlandspreises für Roamingdienste gibt es jedoch noch einige Sachen, worauf Sie als Kunde am besten achten sollen:

  • Ihr Betreiber kann dafür optieren, ein Gespräch erst nach 30 Sekunden, pro Sekunde anzurechnen, auch wenn er verpflichtet ist, den Inlandspreis anzurechnen. Dies bedeutet also, dass, wenn Sie zum Beispiel nach 3 Sekunden aufhängen, weil Sie Verbindung bekommen mit einer Voicemail, Ihnen trotzdem 30 Sekunden angerechnet werden können.
  • Wenn Sie im Ausland eine lokale Rufnummer anrufen, simsen oder zu dieser Nummer Daten versenden, zum Beispiel um ein Taxi zu bestellen oder Plätze in einem Restaurant reservieren zu lassen, dann geschieht dies ebenfalls via das System des internationalen Roamings.

Darf ich ein Abonnement bei einem Betreiber eines anderen EU-Mitgliedstaats abschließen und ständig in Belgien benutzen?

Die europäische Roaming-Verordnung bezweckt nicht, ein ständiges Roaming zu ermöglichen, d.h. ein Abonnement oder eine Prepaid-Karte bei einem ausländischen europäischen Betreiber zu erwerben und dieses Abonnement kontinuierlich in Belgien zu benutzen.

Die Verordnung bestimmt, dass die Betreiber eine Regelung zur angemessenen Nutzung einführen dürfen zum Schutz vor dieser Art von Nutzung von Roamingdiensten.

Bei Überschreitung der vom Betreiber eingeführten Regelung zur angemessenen Nutzung können Zuschläge angerechnet werden.

Diese Zuschläge dürfen dann die folgenden Beträge nicht überschreiten: 

Was machen Sie?

Was zahlen Sie?
(inkl. MwSt.)

 Sie rufen selbst mit Ihrem Handy an

höchstens 3,8 Eurocent pro Anrufminute
zusätzlich zum Inlandspreis

 Sie empfangen einen Anruf auf Ihrem Mobilfunkgerät

höchstens 0,94 Eurocent
für einen Anruf innerhalb der EU

 Sie schicken eine SMS

höchstens 1,2 Eurocent pro SMS
zusätzlich zum Inlandspreis

 Sie empfangen eine SMS

Kein Zuschlag möglich

 Sie surfen im Internet

höchstens 0,54 Eurocent pro Megabyte Daten
zusätzlich zum Inlandspreis

Zum Beispiel, wenn Sie ein Abonnement bei einem französischen Betreiber abschließen und Sie dieses Abonnement ständig in Belgien verwenden, dann kann der französische Betreiber Ihnen die obengenannten Zuschläge anrechnen.